Vandijck Transport bereitet sich mit dem eActros 600 auf die Zukunft vor: Erfolgreiche Testfahrt in die Schweiz bestätigt Vertrauen in den elektrischen Fernverkehr
Herentals. Das Familienunternehmen Vandijck Transport aus Herentals, aktiv im nationalen und internationalen Transportwesen, hat sich klar zur nachhaltigen Mobilität bekannt. Bereits 2024 bestellte das Unternehmen als eines der ersten zwei Exemplare des neuen vollelektrischen Mercedes-Benz eActros 600. Die Auslieferung ist für das zweite Quartal 2025 geplant. In der Zwischenzeit führte Geschäftsführer Guy Vandijck gemeinsam mit einem von Daimler Truck BeLux gestellten Fahrer eine intensive Testfahrt mit einem Prototypfahrzeug zu einem Endkunden in der Schweiz durch. Das Ergebnis: Elektromobilität ist im Fernverkehr angekommen.
Elektrischer Fernverkehr: Von der Vision zur Realität
Die Entscheidung, zwei eActros 600 zu bestellen, basiert auf einer klaren Zukunftsstrategie: der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Transportlösungen seitens der Kunden gerecht zu werden.
„Unsere Kunden, vor allem größere Unternehmen, verlangen heute aktiv nach grünen Alternativen. Der Transportsektor ist dabei der entscheidende Hebel“, erklärt Nathalie Vandijck.
Die beiden Fahrzeuge werden unterschiedliche Einsätze abdecken: Ein Lkw soll im Shuttleverkehr zwischen Limburg und Antwerpen eingesetzt werden, der zweite für internationale Transporte nach Zürich. Die Testfahrt mit dem eActros 600-Prototyp diente der realitätsnahen Erprobung dieser zweiten Anwendung.
Gut vorbereitet: Routenanalyse und Begleitung
Die Fahrt wurde in enger Zusammenarbeit mit eAmbassador Filip Van Thielen von Daimler Truck BeLux sorgfältig vorbereitet. Neben der Streckenführung wurden auch Ladeinfrastruktur, Höhenunterschiede, Fahrzeuggewichte und Verbrauchsszenarien analysiert.
Die Testfahrt selbst bestätigte die Theorie: Mit einem Gesamtgewicht von 33,2 Tonnen legte der eActros 600 unter realen Bedingungen 1.530 Kilometer zurück – inklusive Bergstrecken, Abfahrten und städtischem Verkehr.
„Die Reichweite hat uns wirklich überzeugt. Wir sind fast 600 Kilometer bis zum ersten Ladevorgang gefahren und kamen mit 13 % Restkapazität zurück. Anfangs ist es etwas ungewohnt, aber wenn man das Prinzip der Energierückgewinnung versteht, fährt sich das Fahrzeug erstaunlich angenehm“, so Guy Vandijck.
Komfort, Stabilität und Ruhe: Ein neues Fahrerlebnis
Die Fahrt zeigte nicht nur den Energieverbrauch und die Reichweite des Fahrzeugs, sondern auch das außergewöhnliche Fahrverhalten. Die Abwesenheit von Motorengeräuschen, der tiefe Schwerpunkt durch die Batterieanordnung und die allgemeine Fahrstabilität beeindruckten.
„Es ist einfach ein Vergnügen, damit zu fahren. Man hört kaum etwas, das Fahrzeug liegt ruhig auf der Straße und der Fahrkomfort ist außergewöhnlich“, so Vandijck.
Besonders das Rekuperationssystem zeigte große Wirkung: In Abfahrten wurde deutlich Energie zurückgewonnen, was den Verbrauch positiv beeinflusste. Der Durchschnittsverbrauch lag bei 96,3 kWh/100 km – ein sehr guter Wert.
Führen durch Vorbild
Bemerkenswert an dieser Testfahrt: Geschäftsführer Guy Vandijck saß selbst am Steuer – gemeinsam mit einem erfahrenen Fahrer von Daimler Truck BeLux.
„Als Unternehmer will ich die Herausforderungen des elektrischen Fahrens selbst erleben, um meine Fahrer bestmöglich zu begleiten“, erklärt er. „Ich möchte nicht, dass sie das Gefühl haben, in etwas Unbekanntes gedrängt zu werden. Deshalb werde ich auch die ersten Einsätze mit ihnen gemeinsam fahren.“
Durch seine persönliche Beteiligung schafft Vandijck Vertrauen im eigenen Team – eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Umstellung auf neue Technologien.
Bewusste Entscheidung: TCO, Förderung und Partnerschaft
Der Kaufentscheidung gingen ausführliche Vergleiche voraus. Mercedes-Benz Trucks überzeugte durch die innovative elektrische Achse, einen langfristig günstigen Total Cost of Ownership (TCO) und transparente Unterstützung.
VDH – langjähriger Partner für die Mercedes-Benz-Dieselflotte von Vandijck Transport – spielte auch in diesem Prozess eine zentrale Rolle. Dank der engen Betreuung durch Vertriebsmitarbeiter Geert Van Dijck konnte der Übergang zur E-Mobilität effizient und vertrauensvoll gestaltet werden. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit basiert auf Verlässlichkeit, Erreichbarkeit und Kundenorientierung.
Nächster Schritt in Richtung Zukunft
Auch wenn der öffentliche Ladeinfrastrukturausbau weiterhin eine Herausforderung bleibt, plant Vandijck Transport, die eigene Ladeinfrastruktur mit DC-Ladegeräten und Photovoltaik auszubauen. Externe Ladepausen sollen, wo möglich, mit regulären Fahrerpausen kombiniert werden.
Mit zwei bestellten eActros 600 und einer erfolgreichen Testfahrt sieht Vandijck Transport der Zukunft optimistisch entgegen.
„Unsere Fahrer müssen sich an einen neuen Fahrstil gewöhnen, aber die Begeisterung wächst. Diese Testfahrt war nicht nur technisch erfolgreich, sondern auch ein Motivationsschub für unser Team“, so Guy Vandijck.
Auch der Schweizer Endkunde zeigte sich überzeugt: „Unsere Kunden sind begeistert, wenn sie sehen, dass ihr Logistikpartner in nachhaltige Lösungen investiert – und genau das wollen wir zeigen.“